MICHAEL SCHENKER´S TEMPLE OF ROCK - ON A MISSION – LIVE IN MADRID


Label:INAKUSTIC
Jahr:2016
Running Time:125:00
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Das Ergebnis von zwei Alben: “Bridge The Gap” und “Spirit On A Mission”, ist nun als Live-Version für diejenigen erhältlich, die sich diese Band bislang, auf den Bühnen haben entgehen lassen. Natürlich gibt es immer einige die müde Grinsen aber warum die sich eine All-Star-Band mit Mitglieder und deren starker Vergangenheit antun, ist mir nicht begreiflich. Jeder weiß doch was auf ihn zukommt. Kopf und Gitarrist Michael Schenker (groß geworden unter UFO), Drummer Herman Rarebell und Bassist Francis Buchholz (beide ex-Scorpions), Fronter Doogie White (bei Rainbow 1994 bis 1997), sowie Gitarrist Wayne Findlay (ex-Michael Schenker Group), fischen in den üblichen Gewässern. Und das sind nebst älterer Tracks, die sie bei anderen Formationen komponiert haben oder einfach nur mitgespielt haben, Songs der letzten beiden Alben, die aber dem Genre des klassischen Rock treu geblieben sind. Deshalb besteht das Set der zweiundzwanzig Beiträgen aus Hits von UFO, den Scorpions und natürlich Temple Of Rock. Vorliegender Gig stammt vom 19. November 2015 und fan dim Joy Eslava in Madrid, der Hauptstadt von Spanien, statt. Leider ist nach wie vor Sänger Doogie White das schwächste Mitglied der Kette. Eigentlich fand ich den Shouter schon immer überbewertet (was allerding nur die Livesituation betrifft. Auf Konserve ist das ein völlig anderer Hut). Die Jungs haben es auf der kleinen Bühne actionmäßig allerdings nicht ganz so leicht. Da ist es recht beengt. Dafür wird ständig Augen und Körperkontakt zu den Fans gesucht. Gerade der Meister, Mister Schenker himself ist in den Songs, ständig auf Tuchfühlung und klatscht mehrmals die erste Reihe ab. Natürlich wird gefilmt aber die älteren Herrschaften gaben damals auf dem Bang Your Head Festival 2015, mindestens genauso viel Gas. Kracher aus längst vergangener Zeit wie “Doctor Doctor”, “Rock Bottom” und auch die Scorpions Hits wie “Blackout”, “Lovedrive” und “Rock You Like A Hurricane”, werden natürlich etwas mehr gefeiert als die neuen Bandkreationen aber an sich ist das Publikum doch etwas zurückhaltend. Richtig gefeiert wird anders. Sound und Bildqualität sind gut. Gerade für den Klang waren namhafte Menschen am Start wie Chris Lausmann (ex-Bonfire) oder am Mix Michael Voss (Mad Max). “All in All” ein gelungenes Produkt, wobei ich mich immer wieder über die Euphorie von Herrn Rarebell freuen kann. Schön das der Mann nach so vielen Jahren immer noch so begeistert zur Sache geht. Wer nach dem Konzert noch nicht genug hat, kann auf das zweiteilige Bonusmaterial zurückgreifen: “Outside The Theatre” und “Soundcheck Sketches”. Aber das geht über den üblichen, unnötigen Kram, leider nicht hinaus.

Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Steve Burdelak


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