RAMPART - CODEX METALUM


Label:IRON SHIELD
Jahr:2016
Running Time:51:11
Kategorie: Neuerscheinung
 
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Sie waren nicht faul, die klassischen Heavy Metaller aus Sofia, denn sie legen mit "Codex Metalum" ihr bereits viertes Langeisen vor. Rampart bedienen das heavy metallische Publikum, welches das Zeug der alten Bauart hört. Gleich nach dem Opener wird mit "Diamond Ark", das sogar noch mit einem Mitgrölrefrain versehen wurde, neben dem später auftretenden "Into The Rocks" beste Speedkost geboten. Shouterin bei den Bulgaren ist Maria Doychinova, die mit ihrer helleren Stimme stellenweise fragil wirkt, aber auch einiges an Attitüde mit einbringt, wenn sie nicht zu piepsig wird. Die Twin-Gitarren erinnern, man ahnt es schon, natürlich an die Achtzigerphase von Iron Maiden, man höre mal die perfekten Doppelläufigen in "The Metal Code". Selbst das balladesk loslegende "Of Nightfall" bekam diese Leads und Soli verpasst. Auch Bassist Alexandar kann durch seine Anschlagsart nicht leugnen, schon mal Steve Harris gehört zu haben, ist sonst aber tiefbrummiger unterwegs. Für das neunte und letzte Stück der Platte haben sie sich ein Cover von der ersten Blind Guardian ausgesucht, natürlich das epische "Majesty". Wer hat an der Uhr gedreht?, stellt sich da die Frage, denn einerseits lässt die Spieluhr ein anderes Stück im Intro abspielen als die Krefelder im Original, nämlich die gleiche Klassik-Interpretation, die sich Wolf Hoffmann im Solo von "Metal Heart" vornimmt, und andererseits kränkelt sie durch deutlich beabsichtigte Timingschwankungen. Gilt aber eben nur für das Intro. Ein entdeckungswürdiges Stück Undergroundmetal.

Note: 6.5 von 10 Punkten
Autor: Joxe Schaefer


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