CHROMING ROSE - LOUIS XIV


Label:EMI
Jahr:1990
Running Time:36:41
Kategorie: Classics
 
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Wir schreiben das Jahr 1990. Die von den bayrischen Brüdern Tino und Matthias Mende gegründeten Chroming Rose treten mit ihrem Debütalbum „Louis XIV“ direkt in die Fußstapfen von den deutschen Power beziehungsweise Speed Metal Vorreitern Helloween. Das spiegelt sich auch an der Stimmlage des Shouters Gerd U. Saleski wider, der sich teilweise in den Tonlagen von Kai Hansen bewegt. Textlich ist man hingegen aber eher geschichtlich unterwegs und zudem fallen die Refrains im Vergleich noch etwas opulenter aus. Mit Pauken und Trompeten ausgestatte Marschmusik eröffnet den fulminanten und druckvollen Opener „Power And Glory“ inklusive einem voluminösen Chorus, ehe in dem flotten und stark instrumentalisierten „Pharao“ immer wieder spitze Schreie zu vernehmen sind. Im Midtempo angesiedelt, kann auch „10000 Miles“ mit einem sehr eingängigen Big Chorus punkten, ehe das Folgende „RightTo Die“ stilistisch an die Hamburger erinnert. Der nach vorne preschende Titeltrack überzeugt mit starkem Songwriting, Gitarrensoli und Refrain, ehe die straighte Speedgranate „Gods Of Noise“ in punkto Eingängigkeit einfach nur zum Mitgrölen einlädt. Auch das mit kreischenden Gitarren operierende „You And I“ bleibt in den Gehirnwindungen hängen, um letztendlich noch mit der Jodelnummer „Idole Dolde“, inklusive Spaßfaktor, dieses absolut lohnenswerte Erstlinkswerk zu beenden.

Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Markus Peters


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